Feminismus für die Einwanderungsgesellschaft

Was bleibt von Köln - What remains of Cologne?

"Die Kölner Silvesternacht" ist zum Sinnbild der Konflikte um Geflüchtete, Rassismus und Sexuelle Selbstbestimmung geworden - dabei fußt ihre Darstellung auf widersprüchlichen Aussagen, unbestätigten Informationen und teilweise schlichtweg falschen Zuschreibungen. Auf dem taz.lab2016 in Berlin analysiert die Social Media Aktivistin T. Vicky Germain die "Silvesterdebatte" als Dokument rassistischer Diskurse, um an ihr die Notwendigkeit einer Aufarbeitung der kolonialistischen Geschichte Deutschlands zu betonen. [48:26 min, Englisch]

Veranstaltungen

Die TV-Berichterstattung in ARD und ZDF über die Silvesternacht 2015/16 in Köln

Die Silvesternacht 2015/16 in Köln hatte weitreichende Folgen. Die sexuellen Übergriffe auf Frauen galten in Deutschland mehrheitlich als Beleg, dass die im Sommer begonnene Willkommenskultur beendet, wenn nicht sogar insgesamt ein Fehler gewesen sei. Mit der vorliegenden Studie versetzen wir uns zurück in die Zeit just nach diesen Ereignissen. Also in eine Zeit, in der zunächst notwendigerweise Unklarheit über die Geschehnisse herrschte, folglich den Medien eine besondere Sorgfaltspflicht zukam.

Unterscheiden und Herrschen. Analyse rechter Denk- und Handlungsmuster

Wie funktioniert die "Dominanzkultur" in Deutschland? Wie kommt es, dass unsere Lebensweisen, Selbstinterpretationen sowie die Bilder, die wir vom Anderen entwerfen, in Kategorien der Über- und Unterordnung gefasst sind? Sabine Hark und Paula-Irene Villa haben gemeinsam einen Essay verfasst, der aktueller nicht sein könnte. Wir diskutieren gegenwärtige Funktionsweisen und Verschränkungen von Rassismus und Heteronormativität und skizzieren feministische Exitstrategien.

Queer und Hier

Flucht und schreiben

Verfemte Sprachen. 2. Arabisch-deutsche Literaturtage

Das Festival präsentierte Schriftsteller*innen aus Ägypten, Syrien, Tunesien, Palästina, Österreich und Deutschland. Wir betrieben den arabisch-deutschen Dialog und luden ein zur Diskussion über zeitgenössische Literatur, Lyrik und Comics und fragten: Warum hat es arabischsprachige Kultur in Deutschland so schwer? Wir erinnern an Künstler*innen, die unbedingt dabei sein müssten, doch als politische Gefangene inhaftiert wurden. Mit Live-Performances, einem Comic-Salon und einer Lyriknacht wurden die Literaturtage von den feministischen Schriftstellerinnen Basma Abdelaziz (Kairo) und Kathrin Röggla (Berlin) eröffnet. Kuratiert von Ramy Al-Asheq, Lilian Pithan und Dr. Ines Kappert.

Literatur im Deutschen Exil

GWI News